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Instrument

Eine „gute“ Geige

von am 25 Feb. 2011, gespeichert unter Instrument

Ein gutes Instrument hat einen definierten Klang, der sich über alle Saiten des Instruments erstreckt – ohne dass sich die Klangfarbe zwischen den Saiten verändert.
Besonders begehrt sind im professionellen Bereich die Instrumente, die einen großen Ton aufweisen, nicht dünn, sondern mit Volumen, reich an Unterton und mit einem angenehmen Obertonspektrum. Ein besonderes Klang- und Spielerlebnis bieten die wenigen Instrumente, bei denen sich der Ton scheinbar außerhalb des Resonanzkörpers bildet.
Beruhigend mag für manch ein Elternteil sein, dass die meisten Geigenschüler, auch wenn sie fortgeschritten sind, weitaus besser mit „normalen“ Instrumenten zurecht kommen, die keine der seltenen Klangcharakteristika besitzen. Diese Geigen sind zumeist gutmütiger, als es die Profiinstrumente sind. Und deutlich preiswerter sind sie obendrein.

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Klang des Instruments verbessern

von am 24 Feb. 2011, gespeichert unter Instrument, Tips und Tricks

Den größten Einfluss auf den Klang eines Instruments hat selbstredend der Spieler. Aber auch ein Geiger mit guter Technik ist machtlos, wenn das Instrument versagt. Hier die wichtigsten Faktoren:

Gießkanne statt Geige?
Ein Riss in der Decke, wie er nach einem Sturz des Instrumentes gerne auftritt, verwandelt eine Geige in eine „Gießkanne“. Für die Rückverwandlung in eine Geige ist eine aufwendige Reparatur fällig.

Ist der Stimmstock richtig positioniert?
Der Stimmstock ist durch die F-Löcher des Instruments zu sehen und stellt eine Verbindung zwischen Boden und Decke des Instrumentes her. Eine Veränderung der Lage des Stimmstockes ist mit einem speziellen Werkzeug möglich und hat großen Einfluss auf den Klang des Instruments. Gewöhnlich wendet sich der Geiger mit seiner heiseren Geige an den Geigenbauer seines Vertrauens.

Sind die „richtigen“ Saiten aufgezogen?
Die Saiten müssen ja nicht gerade vertauscht worden sein – können aber trotzdem unpassend zur Geige sein. Saiten gibt es in großer Variation. Es braucht viel Erfahrung (oder viel Geduld) aus dem Angebot die Saite herauszusuchen, die das Instrument am Besten zum Klingen bringt. Außer man spezialisiert sich auf Barockmusik und legt sich auf Darmsaiten fest.

Ein spielbarer Bogen
Dass der Bogen gute Haare haben und Kolophonium aufgetragen sein muss, ist selbstverständlich. Immer wieder erstaunlich aber ist, wie stark der gewählte Bogen den Klang der Geige beeinflusst.

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Bauteile einer Violine

von am 09 Feb. 2010, gespeichert unter Instrument

Die auffälligsten Teile einer Geige sind der Korpus, der Hals, der Wirbelkasten mit der Schnecke.
Der Hals hat eine Länge von etwa 13 cm und ist mit dem Griffbrett verleimt, das etwa 14 cm über den Korpus ragt. Das Griffbrett ist aus Ebenholz und daher hart und verschleißfest. Der Korpus ist ein circa 35 bis 36 cm langer Hohlkörper. Über den Sattel oder Obersattel am schmalen Griffbrettende führen die Saiten in den Wirbelkasten zu den Wirbeln. Die Wirbel dienen zum Stimmen der Saiten. Die Schnecke am Ende des Wirbelkastens ist oft durch besondere Gestaltung ein Erkennungsmerkmal des Geigenbauers.
Der Korpus hat folgenden Aufbau: Die Decke ist der mit zwei F-Löchern versehene, gewölbte, aus Fichtenholz gefertigte obere Teil. Die Decke ist fast immer aus zwei mittig miteinander verleimten Teilen gefertigt. Idealerweise wird „feinjähriges“ Holz (die Jahresringe liegen eng und gleichmäßig) verwendet, das auf nährstoffarmem Boden in Hochgebirgsregionen langsam gewachsen ist. Es wird in der ersten Hälfte des Winters, wenn sich möglichst wenig Saft im Stamm befindet, geschlagen und danach noch mehrere Jahre zur weiteren Trocknung gelagert. Der Boden beziehungsweise Rücken ist meistens aus Ahorn gefertigt (seltener kommen auch Pappel oder Weide zur Verwendung) und ebenfalls gewölbt. Der Boden kann einteilig oder aus zwei miteinander verleimten Teilen gefertigt sein, was an der Maserung des Holzes zu erkennen ist. Die Zargen sind die Seitenteile des Korpus und sind mit Boden und Decke nutverleimt. Sie bestehen meistens aus demselben Holz wie der Boden.
Der Steg ist auf die Decke aufgesetzt, jedoch nicht geleimt oder anderweitig befestigt. Über ihn laufen die Saiten, deren Schwingung er auf den Korpus überträgt. Er besteht aus feinjährigem Ahorn. Am Saitenhalter können für die zwei hohen, meistens aus Stahl bestehenden Saiten Feinstimmer oder Feinstimmräder angebracht sein. Sind alle Saiten aus Stahl, sind vier Feinstimmer sinnvoll. Die Henkelsaite führt über den Untersattel und hält den Saitenhalter am Endknopf in der Zarge.
Der Bassbalken ist eine in Faserrichtung verlaufende Fichtenholzleiste, die unter leichter Vorspannung auf die Deckeninnenseite geleimt ist. Er erhöht sowohl die Anisotropie als auch die Steifigkeit der Decke. Der Bassbalken verläuft asymmetrisch unter dem bassseitigen Stegfuß. Der Stimmstock (die Seele oder Stimme) und dessen präzise Platzierung beeinflusst und reguliert den Klang der Violine erheblich. Es handelt sich bei ihm um einen zylindrischen Fichtenholzstab (etwa 6 mm Durchmesser), der zwischen Decke und Boden eingepasst, aber nicht verleimt wird. Seine Position ist etwa drei Millimeter unterhalb des diskantseitigen Stegfußes.
Der Lack schützt das Holz des Instrumentes vor Umwelteinflüssen, konserviert dessen Schwingungseigenschaften und kann den Klang erheblich beeinflussen aber nicht deutlich verbessern. Ebenso kann ein unfachmännisch aufgetragener Lack den Klang eines Instruments „töten“; siehe Geigenlack.
Zur Verleimung der einzelnen Bauteile wird ein spezieller Knochenleim (Heißleim) verwendet. Er besteht aus Proteinen, die aus Tierknochen oder -haut gewonnen werden. Seine besondere Eigenschaft besteht darin, dass er wasserlöslich ist und bei einer Temperatur von etwa 50 bis 60 Grad Celsius weich wird und so das Instrument problemlos jederzeit auseinanderzunehmen ist, ohne dass Holz oder Lack Schaden nehmen.
Ober-, Unter- und Endklötze, sowie Reifchen im Innern des Korpus dienen der Stabilisierung der Zargen. Die Klötze sind aus Fichtenholz, die Reifchen aus Fichte oder Weide gefertigt.
Sogenannte Einlagen oder Adern verzieren den Rand der Decke und des Bodens. Dies sind drei nebeneinander liegende schmale, lange Holzstreifen, deren äußere schwarz gefärbt sind. Sie werden in den Adergraben eingelegt und verleimt. Sie dienen außerdem der Stabilisierung der über den Zargenkranz hinausragenden Ränder von Decke und Boden.
Der Kinnhalter erleichtert das Halten des Instruments zwischen Kinn und Schulter. Manche Geiger verwenden zum gleichen Zweck zusätzlich eine Schulterstütze.
[Quelle: Nach Wikipedia, Stand 09.02.2010]

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Das Kolophonium

von am 09 Feb. 2010, gespeichert unter Instrument

Das Kolophonium ist ein gelbes bis braunschwarzes Baumharz. Regelmäßig vor dem Spiel werden die Rosshaare des Bogens mehrfach über ein Stück Kolophonium gezogen, wodurch es überhaupt erst möglich wird, mit dem Rosshaar eine Saite in Schwingung versetzen zu können. Kolophonium findet sich daher in jedem „gut geführten“ Geigenkasten.
Kolophonium  gibt es in verschiedene Qualitäten, stärker und schwächer haftend. Je besser der Violinist den Bogendruck dosieren kann und je länger und dicker die Saiten sind, z.B. bei einem Kontrabass, desto weicheres Harz wird verwendet, da dieses eine größere Haftreibung entfaltet.

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Reparaturen

von am 09 Feb. 2010, gespeichert unter Instrument, Tips und Tricks

Ein guter Geigenbauer bringt ganz erstaunliches Zustande. Selbst grobe Verletzungen der Geigenoberfläche können auf eine Weise repariert werden, dass sie selbst bei genauem Hinsehen nicht mehr auffallen. Andere Reparaturen sind dagegen verhältnismäßig einfach: Löst sich der Boden oder die Decke – zum Beispiel an den Zargen unter dem Kinnhalter oder neben dem Hals, lässt sich dies schnell wieder kleben. Mit geübten Ohren lassen sich solche offenen Stellen auch durch Abklopfen des Zargenrandes feststellen. Ist das Griffbrett abgespielt, das heißt uneben geworden, lässt sich das Ebenholz leicht wieder richten – es wird dazu „abgezogen“. Hat sich der Steg verbogen, so muss er erneuert werden, was kein „Hexenwerk“ ist – geübte Geiger bekommen das selbst gerichtet. In allen anderen Fällen ist jedoch von Reparaturversuchen dringend abzuraten.

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Der Bogen

von am 09 Feb. 2010, gespeichert unter Instrument

Ein Bogen, der sich gut spielen lässt, ist selten zu finden – und teuer. Und auch „der Betrieb“ geht ins Geld. Bei häufigem Üben dauert es nicht lang – und der Bogen ist „abgespielt“ und beginnt zu quietschen. Eine Weile lässt sich das vom Geigenbauer bei der Bespannung des Bogens aufgetragene Kolophonium wieder auffrischen – aber dann muss ein neuer Bezug her. Ein Geigenbauer bezieht den Bogen mit neuen Rosshaaren, ein Service, der 60 bis 120 Euro kostet. Wer den Bogen an den Haaren anfasst, die Bogenhaare also mit Schweiß, Fett und Schmutz verunreinigt, schafft es auch ohne zu üben, einen neuen Bogenbezug nötig zu machen.

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Die Saiten

von am 09 Feb. 2010, gespeichert unter Instrument, Tips und Tricks

Ein Set Saiten liegt in jedem gut geführten Geigenkoffer. Das ist notwendig, da hin und wieder eine Saite reißt oder ausfranzt und ersetzt werden muss. So kann der Spieler bei Bedarf neue Saiten aufziehen. Jede der Saiten eines Streichinstruments ist auf eine bestimmte Tonhöhe ausgelegt. Je tiefer eine Saite klingen soll, desto dicker ist sie gearbeitet. Beim Austausch ist also darauf zu achten, nicht die falsche Saite aufzuziehen. Für ein modernes, klassisches Streichinstrument liegen also immer vier unterschiedliche Saiten zum Austausch bereit. Für kleinere Instrumente (z.B. eine 1/8, 1/4, 1/2 oder 3/4 Geige) gibt es kürzere Saiten zu kaufen.
Vor dem Aufziehen einer neuen Saite werden die Wirbel gesäubert und mit Wirbelseife eingerieben. Dann werden die Saiten zur Wand des Wirbelkastens hin aufgedreht, eigentlich „aufgezogen“, wobei darauf zu achten ist, das die Saite nicht unnötig übereinander zu liegen kommt. Hat die Saite einen Feinstimmer, kann dieser jetzt noch so eingestellt werden, dass er das Deckenholz nicht berührt. Anschließend wird die Saite durch Veränderung der Saitenspannung am Wirbel gestimmt.
Damit der Steg seine Lage nicht verändert, wird eine Saite nach der anderen gewechselt.

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Instrumentenpflege

von am 31 Dez. 2009, gespeichert unter Instrument, Tips und Tricks

2009-10-08_17-02-06-geigeMein Favorit bei der Geigenpflege ist das Mittelchen Vipol aus England. Der Lack bleibt erhalten, das Instrument bekommt einen wunderschönen Glanz und der leichte Duft nach Bienenwachs macht wieder richtig Lust auf üben. Das Fläschchen auf dem Bild begleitet mich jetzt schon viele Jahre.
Der Hinweis, dass man ein staubfreies, weiches Tuch für die Pflege nehmen sollte, ist wohl überflüssig – sollte man meinen. Außer man ist Multimillionär und poliert mal eben bei einem Sammlerstück den Lack runter, um das schöne Holz besser zur Geltung zu bringen. So erzählte es Fredy von einer Begegnung am Rande einer USA Tournee. Heul.

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